Die Rehabilitierungen in Kloster Ettal durch den Vatikan haben Eines auch deutlich an den Tag gelegt: der Erzbischof von München und Freising, Dr. Reinhard Marx, hat konkreten Einfluss genommen und Druck ausgeübt.
Höchst verwunderlich für die Betroffenen der IG
(www.ig-mueller-risch.de)
Geschädigter Müller-Risch u. A., deren direkt an ihn –
der sich selbst so gerne im Bereich der Wirtschaftsethik
beheimatet sieht – gerichtetes Hilfsersuchen um
Aufklärung der Vorgänge im Kloster Andechs bzgl. dessen
ehemaligem Prior Anselm Bilgri und dem amtsbekannt
einschlägig vorbestraften sowie neuerlich inhaftierten
Wirtschaftskriminellen Hans-Georg Jakob Müller-Risch
wurden in erster Linie mit dem Hinweis fehlender
Zuständigkeit und autarken Status der Klöster
abgetan.
Dies obwohl Defizite in Millionenhöhe auch lt. Offizial
des Erzbistum München und Freising in Kirchenkreisen
ebenso hinreichend bekannt wie ungelöst waren und
sind.
Zudem bestehen eine ganze Reihe von Problemen mit dem, in
seiner barocken Art das Zusammentreffen von Himmel und
Erde personifizierenden und darauf seine breit gestreute
Beliebtheit gründenden Bilgri, der dabei – ebenso wie
als Buchautor und Unternehmensberater als durch eine
Vielzahl von Talkshow geisternd – mit der Gefahr
behaftet ist, als “Bock zum Gärtner gemacht worden zu
sein“.
Gleicher Tenor wie seitens des Erzbischöflichen Ordinariates war zuvor auch schon das Gesprächsergebnis mit Abtprimas Prof. Dr. Notker Wolf, dem weltweit obersten Benediktiner und als ehemaligem Erzabt von St. Ottilien sicher mit gut nachbarschaftlichen Beziehung zum Hl. Berg ausgestattet, ohne dass sich daraus Konkretes oder gar Hilfestellungen ergaben.
Daher verfolgten die in der IG derzeit bundesweit vertreten 37 UnternehmerInnen/ Unternehmen mit aktuell überblickbaren Schäden von über € 100 Mio. durch die teils auch (landes-)politisch gedeckten Machenschaften des – lt. einem Vorlagebericht an das Bayerische Staatsministerium der Justiz berufsmäßigen Schwerstbetrügers – Müller-Risch und seiner ProtagonistInnen konsequent – jedoch gänzlich auf sich alleine gestellt – ihren Weg weiter.
Nachdem in Verbindung mit der TU Dortmund
und der dortigen INA Initiative Nachrichtenaufklärung
Deutschland am Institut für Journalistik von Prof. Dr.
Horst Pöttker die zu Grunde liegende Thematik “Lücken
der Finanzaufsicht bei Kirchen“
(www.nachrichtenaufklaerung.de/index.php?id=196) zu einem
der Top-Themen in 2009 geworden war, wurde Mitte März
2010 der Apostolische Gerichtshof der Kongregation für
die Glaubenslehre des Vatikan vom Motor der IG, Erich
Neumann, als einem der Hauptgeschädigten von
Müller-Risch direkt informiert, dass konkreten
Informationen folgend über Kloster Andechs nicht
unerhebliche finanzielle Unregelmäßigkeiten und
Steuerhinterziehungen/-verkürzungen entfaltet wurden.
Die darin involvierten VertreterInnen aus Politik und
Wirtschaft dürften wohl für die “schützenden
Hände“ der nach wie vor andauernden kriminellen
Machenschaften durch blockierte Justiz und Medien
sorgen.
Schon im Mai hatte daraufhin das Finanzamt München ein Steuerstrafverfahren (noch) gegen unbekannt eröffnet und wurde nahezu zeitgleich eine vom Landgericht München II bereits im Juni 2009 ausgesprochene erneute Haftstrafe gegen Hans-Georg Jakob Müller-Risch erst vollzogen.
Damit bleibt das flaue Gefühl, dass Erzbischof Dr. Reinhard Marx, der so oft und deutlich für Transparenz eintritt diese selbst – und weitere Schädigungen damit in Kauf nehmend – vermissen ließ.



