(Beiersdorf-Freudenberg, 22.09.2009) Spätestens seit der jüngst vergangenen Internationalen Auto-Ausstellung in Frankfurt ist der Hype um das Elektroauto auch an der mobilen Basis angekommen. Alles Negative des herkömmlichen Verbrennungsmotors soll verschwinden und Individualverkehr ohne jegliche ökologische Nebenwirkungen ermöglichen. Elektroautos verbrennen kein Öl, stoßen direkt kein Klimagift aus, sind leise. Doch Branchenkenner wissen genau: Die Ankündigungen sind vom Marketing getrieben. Die Technik steckt 2009 noch in den Kinderschuhen.
Umso erstaunlicher erscheint es, wie schnell sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf den „Sieger“ Elektroauto geeinigt zu haben scheinen. Die Bundesregierung sieht in zehn Jahren bereits eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen, Siemens hält gar 4,5 Millionen für möglich. Wirklich begründet sind diese Aussichten allerdings nicht.
Zum einen ist
die Energieträger-Frage noch völlig ungelöst. Die
bislang verwendeten Lithium-Ionen-Batterien sind viel zu
schwer, verlangen einen hohen Wartungsaufwand und haben
lange Ladezeiten. Zum anderen zeigt sich bereits jetzt,
dass sie für lange Fahrten per se ungeeignet sein werden.
Die Lösung all dieser Fragen kommt einer Revolution im
Automobilbau gleich. Sie wird mit enormen Kosten für die
Hersteller verbunden sein, die letztendlich der Kunde
tragen muss. Fragen der Infrastruktur etwa oder einer
künftigen Besteuerung – denn natürlich muss der Staat
die Einbußen bei der Mineralölsteuer kompensieren –
bleiben besser erst einmal außen vor.
Dabei ist es bereits heute möglich, sich auf ökologische Weise vom Mineral- und Heizöl unabhängig zu machen: Das Zauberwort heißt DoS und beschreibt ein serienreifes Verfahren, aus biogenen Reststoffen hochwertigen Dieselkraftstoff zu gewinnen.
Mittlerweile verzeichnen alternative Energieerzeuger, die auf diese Technologie setzen, deutliche Zuwächse. Ein Beispiel ist die Energiegenossenschaft Freudenberg eG in Brandenburg. Hier sind die Mitglieder ihre eigenen Dieselproduzenten. In künftig vier Anlagen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird aus Stroh der hochwertige Dieselkraftstoff CEHATROL® gewonnen. CEHATROL®, das nach DIN EN 590 zertifiziert ist, unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichem Biodiesel. CEHATROL® kann in Blockheizkraftwerken ebenso eingesetzt werden wie zur Betankung von Kraftfahrzeugen und sogar mit herkömmlichem Diesel gemischt werden.
Vorstand Helmut Uhlig
erläutert die Vorteile: „Für jedes Unternehmen, das
mehr als 300 l Diesel im Jahr benötigt, kann eine
Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft Freudenberg eG
sinnvoll sein. Neben der Unabhängigkeit von fossilen
Energieträgern ist ein unschlagbarer Vorteil die
Planungssicherheit beim Kraftstoffpreis, denn aufgrund der
gesetzlichen Steuerbefreiung wird für
Genossenschaftsmitglieder bis mindestens 2015 ein
Literpreis garantiert, der sich bei ca. der Hälfte dessen
bewegt, was der Verbraucher bereits heute an den
Tankstellen bezahlen muss.“
Weitere Informationen über die Energiegenossenschaft
Freudenberg unter
www.eg-freudenberg.de



