Messen der Kundenzufriedenheit – Bedeutung ist
erkannt
Als Unternehmer kennt man meist den Wert eines zufriedenen
Kunden und weiß Stammkunden als maßgebliche Garanten
für den wirtschaftlichen Erfolg zu schätzen.
Viele Unternehmen denken bei dem Thema Kundenzufriedenheit
an aufwendige und vor allen Dingen kostenintensive
Verfahren, die zur Erfassung der Kundenzufriedenheit mit
anschließender Auswertung veranlasst werden müssen.
Schnell kommen insbesondere kleinere und mittlere
Unternehmen zu der Schlussfolgerung, dass Aufwand und
Kosten einer Zufriedenheitsmessung in keinem
wirtschaftlichen Verhältnis zum offensichtlichen Nutzen
stehen. Oftmals rückt dann der betriebliche Nutzen
derartiger Projekte etwas in den Hintergrund. Unternehmen
verändern ihre ursprüngliche Zielsetzung um sich für
standardisierte und damit günstige
„Erhebungsmethoden“ zu entscheiden. Im Zweifelsfall
werden die Vorhaben der Kundenzufriedenheits-messung
verschoben oder gänzlich gestrichen.
Dabei ist die Einbindung von Kundenzufriedenheit-Analysen
in heutige Geschäftsprozesse wichtiger denn je -
dahingehend sind sich mehr als 97% der Unternehmen in
Deutschland einig.
Methoden zum Messen und Bewerten
der Zufriedenheit
Das Messen der Kundenzufriedenheit verlangt neben einer
intensiven Planung und Konzeption auch die Erstellung
bedarfsgerechter Fragenkataloge. Anschließende
Auswerteverfahren und Analysen werden in den meisten
Fällen an spezialisierte Unternehmen vergeben. Hierdurch
entstehen Kosten sowie Abhängigkeiten, die im Budget für
eine einmalige Erfassung berücksichtigt werden müssen.
Dieses gilt zumindest für Befragungsformen, die bislang
zur Erfassung der Zufriedenheit herangezogen wurden. Als
weiterer Nachteil bisheriger Verfahren kommt die lange
Vorlaufzeit hinzu, die durchlaufen werden muss, bevor die
ersten Ergebnisse der Messung vorliegen und Maßnahmen
umgesetzt werden können.
Einen neuen Weg in der Messung der Zufriedenheit geht
eine mit dem Innovationspreis 2008 ausgezeichnete Idee.
Dem Kunden oder Mitarbeiter wird hierbei eine intuitive,
elektronische Box mit einer Schulnotenskala in den
Geschäftsräumen bereitgestellt, die dazu auffordert, die
gefühlte Zufriedenheit in Form einer bekannten Schulnote
und mit einem einfachen Tastendruck zu hinterlassen.
Die Schulnote – unglaublich simpel und doch komplex in der Aussagekraft
Diese simple Schulnote, als eindimensionales und einfaches Ergebnis eines komplexen Prozesses, macht die global empfundene Zufriedenheit eines Kunden greifbar und somit transparent für den Unternehmer. Bei genauerer Betrachtung erhält der Unternehmer einen wertvollen Status Quo der bei Veränderungsmaßnahmen ohne grossen Zeitverzug erkennen lässt, ob nach Durchführung die erwarteten Verbesserungen tatsächlich eingetreten sind. Eine kontinuierlich aufgezeichnete Note ist ein auf Dauer aussagekräftiger Indikator für die Qualität der Leistungen eines Unternehmens aus der Sicht der Kunden. Der Kunde versteht die intuitive Bewertungsskala und kann ohne Nachdenken und rationelle Überlegungen unmissverständlich sein Zufriedenheits-Gefühl am Point-Of-Service anoym ausdrücken.



