Das war das oberste Ziel der Politiker, die sich für
die Umsetzung des Nichtraucherschutzes in Deutschland
eingesetzt haben.
Mit Blick auf fast zwei Jahre Rauchverbot ist das Ziel
sicherlich nicht verfehlt worden. Die weiteren Folgen,
die das Raucherverbot mit sich bringen sollte, wurden
allerdings nicht alle bedacht.
Während sich die
Mehrheit der Deutschen damit abfindet, in Bussen, auf
Bahnsteigen oder in öffentlichen Gebäuden nicht mehr zu
qualmen und über Umsatzeinbußen von
Gaststättenbetreibern diskutieren, werden beispielsweise
die in Seniorenheimen lebenden alten Menschen nicht
gefragt, ob sie sich mit der neuen Situation abfinden
können. Denn auch auf Pflegestationen gilt das gesetzlich
vorgeschriebene Rauchverbot.
Ca. 650.000 Senioren leben in Deutschlands Alten- und
Pflegeheimen, ca. 200.000 weitere in speziellen
Altenwohnungen. Nach Angaben des
Bundesgesundheitsministeriums rauchen 23% der 60 bis
65-jährigen, 16,8% der 65 bis 70-jährigen und 13,4% der
über 70-jährigen. Alte Menschen, die sich weder eine
Wohnung noch ein eigenes Zimmer in einem Seniorenheim
leisten können oder bereits pflegebedürftig sind,
müssen ganz auf ihre Zigaretten verzichten. Damit werden
viele Raucher nicht nur in ihren jahrelangen Gewohnheiten
beschnitten, sondern müssen auch noch auf ein weiteres
Stück Selbstbestimmung verzichten.
Rauchverbot
macht Senioren einsam
Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen, bunten
Nachmittagen, den abendlichen Spielen oder geselligem
Beisammensein bleiben seit der Einführung des
Rauchverbotes viele Plätze oft leer. Die Raucher bleiben
lieber in ihren eigenen vier Wänden. Denn: in ihren
Wohnungen und Zimmern dürfen die Bewohner noch rauchen
– schließlich darf die Privatsphäre nicht angegriffen
werden. Damit drückt das Rauchverbot viele alte Menschen
in die Isolation. Bewohner, die wieder am Leben
teilgenommen haben, ziehen sich wieder zurück. Daran hat
wohl niemand gedacht, als das Ziel gesteckt wurde,
Nichtraucher in Deutschland durch Rauchverbote zu
schützen.
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