Die Daforto GbR wertete für ihre Stellenbörse
Jobforto.de 16.442 im Monat Dezember 2009 veröffentlichte
Stellenanzeigen aus, die auf zwanzig der bekanntesten
deutschsprachigen Online-Stellenmärkte bekanntgegeben
wurden. Ziel der Untersuchung war es, für die sechzehn
deutschen Bundesländer einen Koeffizienten zu ermitteln,
der die jeweilige regionale Arbeitsmarktsituation
vergleichbar macht. Dazu wurde der relative Anteil an der
Gesamtzahl angebotener Arbeitsplätze ins Verhältnis zum
relativen Anteil an der Gesamtzahl der Bevölkerung
gesetzt.
Im Monat Dezember gab es gleich vier große Verlierer in
der nach freien Stellen pro Einwohner geordneten Liste der
Bundesländer. Den größten relativen Absturz musste
Schleswig-Holstein hinnehmen. Im Dezember wurden in
Deutschlands nördlichstem Bundesland nicht einmal mehr
halb so viele offene Stellen pro Einwohner angeboten, wie
es noch einen Monat zuvor der Fall war. Dies bedeutete
für Schleswig-Holstein einen rapiden Sturz vom sechsten
auf den drittletzten Platz der Rangliste.
Bei den drei anderen Verlierern des Monats handelte es
sich um ostdeutsche Bundesländer. Der Freistaat
Thüringen, der im Monat November noch auf dem vierten
Platz rangierte und damit als erstes ostdeutsches
Bundesland im oberen Viertel der Liste gelandet war,
stürzte im Dezember aus der oberen Hälfte der Liste.
Hier wurden beinahe 45 Prozent weniger Stellen pro
Einwohner angeboten als im November. In
Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen war der relative
Rückgang nicht ganz so stark, da die Ausgangsposition in
beiden Ländern jedoch deutlich schlechter war als in
Thüringen, bildeten sie nun das Schlusslicht der
Liste.
An der Spitze der nach den Jobforto-Koeffizienten
geordneten Liste hat sich indessen nichts getan: die
Stadtstaaten Bremen und Hamburg führen dort auch
weiterhin vor dem Saarland. Da Bremen im Gegensatz zur
Hansestadt Hamburg weiter zulegen konnte, hat sich der
ohnehin schon deutliche Vorsprung der elftgrößten
deutschen Stadt auf den Rest der Tabelle nochmals
vergrößert.
Jobforto-Koeffizient im Monat Dezember 2009:
01. (01) - 4,568 - Bremen (+0,122)
02. (02) - 2,820 - Hamburg (–0,001)
03. (03) - 2,629 - Saarland (+0,618)
04. (07) - 1,290 - Berlin (+0,078)
05. (08) - 1,285 - Rheinland-Pfalz (+0,133)
06. (05) - 1,246 - Hessen (–0,118)
07. (12) - 1,136 - Bayern (+0,240)
08. (09) - 1,027 - Sachsen-Anhalt (+0,025)
09. (04) - 0,972 - Thüringen (–0,776)
10. (15) - 0,863 - Brandenburg (+0,167)
11. (11) - 0,821 - Baden-Württemberg (–0,076)
12. (16) - 0,764 - Niedersachsen (+0,161)
13. (14) - 0,756 - Nordrhein-Westfalen (+0,055)
14. (06) - 0,608 - Schleswig-Holstein (–0,626)
15. (10) - 0,559 - Mecklenburg-Vorpommern (–0,397)
16. (13) - 0,462 - Sachsen (–0,373)
Der erste Wert entspricht dem aktuellen Rang, der zweite
Wert dem des Vormonates. Die Variable mit den drei
Nachkommastellen stellt den aktuellen
Jobforto-Koeffizienten dar. Die Veränderung des
Koeffizienten gegenüber dem Vormonat ist nach dem Namen
des jeweiligen Bundeslandes vermerkt. Beispiel zur
Ermittlung des Koeffizienten: Auf den Freistaat Sachsen
entfielen im Dezember 2009 exakt 2,36 Prozent der
angebotenen Stellen der Stichprobe. Da die Einwohnerzahl
des Freistaates einem Anteil von 5,11 Prozent an der
Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland
entspricht (Stand: 31. März 2009), ergibt dies einen
Jobforto-Koeffizienten von 2,36% : 5,11% = 0,462. Je
höher der Koeffizient, desto mehr freie Stellen sind pro
Kopf in dem jeweiligen Bundesland zu finden. Ein
Koeffizient von 1,0 entspräche dem
Bundesdurchschnitt.
Stellensuche im Dezember 2009
Der Osten stürzt ab, Schleswig-Holstein ebenso
14.01.2010
Angaben zum Unternehmen
Daforto GbR
Axel Saalbach
Hohmannstr. 7
04129 Leipzig
Deutschland
eMail:
presse@jobforto.de
http://www.jobforto.de
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