Die Daforto GbR wertete für ihre Stellenbörse
Jobforto.de 20.199 im Monat August 2009 veröffentlichte
Stellenanzeigen aus, die auf zwanzig der bekanntesten
deutschsprachigen Online-Stellenmärkte bekanntgegeben
wurden. Ziel der Untersuchung war es, für die sechzehn
deutschen Bundesländer einen Koeffizienten zu ermitteln,
der die jeweilige regionale Arbeitsmarktsituation
vergleichbar macht. Dazu wurde der relative Anteil an der
Gesamtzahl angebotener Arbeitsplätze ins Verhältnis zum
relativen Anteil an der Gesamtzahl der Bevölkerung
gesetzt.
Auf die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen
entfielen mit 20,66 Prozent bzw. 17,38 Prozent der
angebotenen Stellen die größte Zahl der Vakanzen.
Aufgrund der Einwohnerdimensionen der beiden Länder wird
dies jedoch insbesondere im Fall von Nordrhein-Westfalen
relativiert, mit einem Jobforto-Koeffizienten von 0,795
lag die dortige Rate der angebotenen Stellen pro Einwohner
im August 2009 deutlich unterhalb des Bundesschnitts. Dank
der Asymmetrie angebotener Stellen zwischen ländlichem
und städtischem Gebiet führen die Stadtstaaten die Liste
der Bundesländer mit dem besten Koeffizienten klar an.
Lediglich Hessen konnte als einziges Flächenland in die
Reihe der Stadtstaaten einbrechen, hier lag die Rate der
angebotenen Stellen pro Einwohner oberhalb derer der
Bundeshauptstadt Berlin.
Unter den sieben Bundesländern mit dem schlechtesten
Jobforto-Koeffizienten befanden sich im Monat August die
fünf neuen Bundesländer. Insbesondere in Brandenburg
wurde eine ausnehmend schlechte Rate an angebotenen freien
Stellen pro Einwohner festgehalten. Niedersachsen und
Rheinland-Pfalz bildeten die Schlusslichter unter den
alten Bundesländern.
Jobforto-Koeffizient im Monat
August 2009:
01. (3,120) Hamburg
02. (2,530) Bremen
03. (1,783) Hessen
04. (1,664) Berlin
05. (1,353) Bayern
06. (1,092) Saarland
07. (1,024) Baden-Württemberg
08. (0,795) Nordrhein-Westfalen
09. (0,746) Schleswig-Holstein
10. (0,668) Sachsen
11. (0,605) Thüringen
12. (0,594) Mecklenburg-Vorpommern
13. (0,501) Niedersachsen
14. (0,496) Sachsen-Anhalt
15. (0,443) Rheinland-Pfalz
16. (0,283) Brandenburg
Beispiel zur Ermittlung: Auf den Freistaat Bayern
entfielen im August 2009 exakt 20,66 Prozent der
angebotenen Stellen der Stichprobe. Da die Einwohnerzahl
des Freistaats Bayern einem Anteil von 15,27 Prozent an
der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland
entspricht (Stand: 31. Dezember 2008), ergibt dies einen
Jobforto-Koeffizienten von 20,66% : 15,27% = 1,353. Je
höher der Koeffizient, desto mehr freie Stellen sind pro
Kopf in dem jeweiligen Bundesland zu finden. Ein
Koeffizient von 1,0 entspräche dem
Bundesdurchschnitt.
http://www.jobforto.de
Leipzig, 24.09.2009
Daforto GbR
Axel Saalbach
Hohmannstr. 7
04129 Leipzig



