(Beiersdorf-Freudenberg) Die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, hat gestern in der denkmalgeschützten Schöneberger Siedlung „Lindenhof“ eine Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Energieerzeugung in Betrieb genommen. Das von der Berliner Energieagentur betriebene sogenannte Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt 72 Wohnungen der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Berlin-Süd eG (GeWoSüd) mit Wärme und Energie und reduziert die jährliche Kohlendioxid-Belastung um 80 Tonnen.
Bei der Einweihung des BHKW lobte Senatorin Junge-Reyer, wie Klimaschutz und Denkmalschutz beim „Lindenhof“ ineinander greifen. „Dieses Beispiel zeigt, dass der Schutz des Klimas und der Schutz unserer historischen Bausubstanz nicht in Konkurrenz zueinander stehen müssen. Wärmedämmung und umweltfreundliche Energie-versorgung sind auch in denkmalgeschützten Gebäuden möglich, wenn Investoren und die unterschiedlichen Behörden partnerschaftlich und konstruktiv zusammenarbeiten.“
Blockheizkraftwerke setzen die eingesetzte
Primärenergie nahezu vollständig in Wärme, Strom –
oder Kälte – um, ihr Nutzungsgrad liegt bei über 90
Prozent. Kraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung, bei denen
die Abwärme nicht genutzt wird, haben dagegen einen
Nutzungsgrad von maximal 40 Prozent.
(Quelle: Berliner Energieagentur)
Ein wichtiger Primärenergieträger für BHKW´s ist außerdem Dieselkraftstoff, der nach der Dieselnormierung DIN EN 590 zertifiziert ist. Genau diesen Dieselkraftstoff produzieren jetzt die Mitglieder der Energiegenossenschaft Freudenberg eG in Brandenburg. In künftig vier Anlagen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird aus biogenen Roh- und Reststoffen der hochwertige Dieselkraftstoff CEHATROL® gewonnen. Aufgrund seiner Zertifizierung kann er in BHKW´s genauso zum Einsatz kommen wie in herkömmlichen KFZ-Motoren.
Zu den Zielen der
Energiegenossenschaft erläutert Vorstand Helmut Uhlig:
„Wir verfolgen zwei Ansätze mit unserem Modell: Erstens
die Produktion von hochwertigem Diesel, der entweder
kostenlos oder zu den Produktionskosten – die z.Z. 0,48
EUR brutto betragen – an die Genossenschaftsmitglieder
abgegeben wird. Zweitens greifen wir bei den
Ausgangsstoffen ausschließlich auf biogene Roh- und
Reststoffe, vorzugsweise Stroh, zurück. Damit
beanspruchen wir nicht einen Hektar
Nahrungsmittelanbaufläche für unser CEHATROL® und
erzielen zudem eine nahezu ausgeglichene CO2-Bilanz, was
der ganzen Bevölkerung gut tut.“
Eine vertraglich gebundene Spedition sichert die
bundesweite Versorgung, ein eigenes Tankstellennetz ist
mittlerweile in Planung.
Selbstverständlich sind
neue Genossenschaftsmitglieder willkommen. Mitmachen
können zum Beispiel Landwirte, die ihr Stroh gegen
kostenloses CEHATROL® für ihren Maschinenpark
eintauschen wollen oder Unternehmen, die sich über ihre
Genossenschaftsseinlagen an den Investitionen beteiligen
und CEHATROL® zu den Produktionskosten beziehen. Aber
selbst wer keinen Tropfen CEHATROL® benötigt und eine
ökologische Alternative unterstützen will, kann sich mit
Gewinn beteiligen: Als investierendes Mitglied ist man mit
einer Mindestrendite von 3,8 % dabei.
Informationen zu CEHATROL® und den unterschiedlichen
Arten einer Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft
Freudenberg unter
http://www.eg-freudenberg.de.



