Unternehmen gehen optimistisch ins neue Jahr/Einstellungsbereitschaft in De

Unternehmen gehen optimistisch ins neue Jahr/Einstellungsbereitschaft in Deutschland steigt

08.12.2009

Frankfurt am Main, 8. Dezember 2009. Die deutschen Unternehmen blicken vorsichtig optimistisch auf das neue Jahr. In den Firmen wächst die Bereitschaft, wieder Mitarbeiter einzustellen. Zu diesem Ergebnis – im Einklang mit den Wachstumsprognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute – kommt das am Dienstag veröffentlichte Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower für das erste Quartal 2010. Im Vergleich zum Vorquartal verbessert sich der Netto-Beschäftigungsausblick um sechs Prozentpunkte auf +5 Prozent. Die Befragung unter 1.001 Arbeitgebern deutet auf bessere Chancen für Bewerber hin: Arbeitgeber in fünf von neun befragten Branchen wollen der Prognose zufolge mehr Mitarbeiter beschäftigen.

Am optimistischsten zeigt sich der Bereich öffentliche Hand und Soziales, einschließlich Gesundheitswesen. Dem folgen die Bereiche Finanzen und Dienstleistungen sowie Land- und Forstwirtschaft. Die Einstellungsbereitschaft
im Bergbau bleibt klar hinter den anderen Wirtschaftszweigen zurück.

Signale für Aufwärtsbewegung
Die neuen Daten enthalten positive Signale für den deutschen Arbeitsmarkt. Die Geschäftsführerin von Manpower Deutschland, Vera Calasan, ist überzeugt, dass sich der Trend auf das Verhalten der Arbeitgeber auswirkt: „Künftig werden Unternehmen der Personalrekrutierung wieder mehr Aufmerksamkeit widmen müssen. In der Phase nach der Krise benötigt der deutsche Arbeitsmarkt insbesondere Flexibilität und Professionalität. Personaldienstleister wie Manpower können als Partner für sämtliche Human-Resources-Fragestellungen agieren.“

Die Managerin, die seit Oktober 2009 das Geschäft von Manpower Deutschland führt, sieht eine zunehmende Nachfrage nach flexiblen, gut ausgebildeten Fachkräften und Spezialisten. Gefragt seien vor allem Beschäftigte für das Gesundheitswesen, im Finanzbereich und im qualifizierten Segment.

Berlin legt zu
Bei fünf der acht Regionen Deutschlands geht das Arbeitsmarktbarometer für das erste Quartal 2010 von positiven Daten hinsichtlich der Einstellungsbereitschaft aus. Den besten Ausblick verzeichnet Berlin: Dort klettert der Wert auf +16 Prozent, was einer Steigerung um zwölf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Erholt zeigt sich das Ruhrgebiet (+13 Prozent). München verzeichnet mit -7 Prozent den schwächsten – und einzigen negativen – regionalen Ausblick.

Die Arbeitgeber des Bereichs öffentliche Hand und Soziales führen mit +13 Prozent die Liste der Einstellungsbereiten an. Ihnen folgt mit Abstand der Bereich Finanzen und Immobilien (+9 Prozent). Beide Bereiche übertreffen die Vergleichswerte des Vorjahres – um sieben bzw. um zwei Prozentpunkte. Zu den Lichtblicken gehört auch der Bereich Land- und Forstwirtschaft. Der prognostizierte Wert von +8 Prozent ist wahrscheinlich jahreszeitlich bedingt. Die Bereiche Verkehr und Kommunikation sowie Handel und Hotellerie liegen ebenfalls im positiven Bereich.

Das Arbeitsmarktbarometer spiegelt erneut eine uneinheitliche Entwicklung der Wirtschaftszweige wider. Im Bergbau sinkt der Wert mit -13 Prozent auf den niedrigsten Stand aller erfassten Branchen. Das für die deutsche Wirtschaft bedeutende produzierende Gewerbe weist mit -5 Prozent erneut einen negativen Wert auf. Mit eine Ursache dürfte der noch immer schwächelnde Maschinenbau sein. Sinkendes Interesse an Neueinstellungen bekunden der Sektor Energie und Versorgung (-2 Prozent) und das Baugewerbe (-1 Prozent).

Auf die Zukunft ausgerichtet
Manpower Deutschland will seine Aktivitäten in Wachstumsmärkten wie dem Gesundheitswesen weiter ausbauen. „Manpower erwartet eine vollständige Erholung seines Geschäfts nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2010. Aber wir stellen jetzt schon sicher, dass wir über ausreichend qualifizierte Bewerber verfügen, um die Nachfrage unserer Kunden zu befriedigen, wenn der Markt anzieht.“

Ausblick international
Das Manpower Arbeitsmarktbarometer für das erste Quartal 2010 prognostiziert in 25 von 35 Ländern und Regionen eine positive Einstellungsbereitschaft. Nur neun – statt 15 Regionen im vierten Quartal 2009 – gehen von einer sinkenden Einstellungsbereitschaft aus. In 19 Ländern und Regionen verbessern sich die Werte im Jahresvergleich. Am positivsten beurteilen Indien, Brasilien, Singapur, Taiwan, Costa Rica, Australien, Peru und Hongkong die Beschäftigungslage; am schwächsten Irland, Rumänien und Spanien.

Das nächste Manpower Arbeitsmarktbarometer erscheint am 9. März 2010 mit dem Ausblick auf das zweite Quartal 2010.

Pressekontakt:
WEFRA PR
Gesellschaft für Public Relations mbH
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Internet: www.wefra.de

Zum Manpower Arbeitsmarktbarometer:

Das Manpower Arbeitsmarktbarometer ist unter dem Namen Manpower Employment Outlook Survey seit mehr als 45 Jahren ein international anerkannter Indikator zur Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die vierteljährlich durchgeführte Studie misst repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das nächstfolgende Quartal. Die Ergebnisse werden aufgeschlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit Beachtung bei Ökonomen, Arbeitsmarktexperten und Finanzanalysten. Für den Erfolg und die Bedeutung der Studie sind verschiedene Faktoren verantwortlich: Alleinstellung: Weltweit existiert keine in Größe, Fokus und Langlebigkeit vergleichbare Analyse. Zukunftsfokussierung: Das Manpower Arbeitsmarktbarometer ist die weltweit umfangreichste vierteljährlich vorausblickende Studie in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Die Zielgruppe wird nach ihrer Prognose für das jeweils folgende Quartal befragt. Andere vergleichbare Studien leiten sich meist aus rückblickenden Daten ab. Vergleichbarkeit: Seit 1962 baut die Studie auf einer einzigen Frage auf: „Wie schätzen Sie die Beschäftigungslage an Ihrem Unternehmensstandort bis zum Ende der folgenden drei Monate im Vergleich zum jetzigen Quartal ein?“ Der Ergebnisvergleich über einen längeren Zeitraum lässt zahlreiche gesamtwirtschaftliche Rückschlüsse zu.

Gültigkeit

Das Manpower Arbeitsmarktbarometer ist eine validierte Studie auf Basis international höchster Marktforschungsstandards und garantiert eine weltweit einheitliche Methodik und Richtigkeit der Daten. Die über 72.000 Interviews in derzeit 35 Ländern und Regionen werden vom internen Forschungsteam von Manpower und der Infocorp. Ltd. durchgeführt. Die Studie ist repräsentativ für jedes Land und erlaubt verlässliche Detailanalysen, bezogen auf Länder, Regionen und Branchen. Grundsätzlich rekrutieren sich die Befragten nicht aus dem Kundenstamm von Manpower. Die maximale Abweichung für alle regionalen, nationalen und globalen Daten beträgt +/-3,9%.

Abweichung

Für Deutschland wird die Studie von der Marktforschungsgruppe der Right Management Consultants, einem eigenständig agierenden Unternehmen von Manpower Inc., bei mehr als 1.000 Unternehmen bundesweit durchgeführt. Mit dieser Anzahl der Befragten gilt die Studie als repräsentativ. Die maximale Abweichung für Deutschland beträgt +/-3,1%.



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